Schorenmoos-Allianz
Schorenmoos-Allianz

Herzlich willkommen!

Natur bewahren im Schorenmoos im Allgäu.

 

Kurzes Update vom 29.3.2017: Seit 2014 ist diese Webseite nicht mehr aktuell gepflegt worden. Dabei ist zwischenzeitlich einiges passiert - im positiven Sinn. Alle beteiligten Parteien arbeiten gut zusammen. 2015 und 2016 führte der Käfer-Experte Dr. Stefan Müller-Kroehling von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Weihenstephan eine Untersuchung zur Biodiversität im Schorenmoos durch. Die Ergebnisse waren hocherfreulich - es konnten einige seltene Laufkäfer-Arten nachgewiesen werden. Vor Ort unterstützen ihn dabei die Vertreter der Schorenmoos-Allianz. Wir hatten alle viel Spaß dabei, die Käferfallen gemeinsam aufzustellen - und sie bei den vierwöchentlichen Leerungen auch tatsächlich wieder zu finden!

 

2014 wurde beschlossen, Spirken (Moorkiefern) im Schorenmoos zu pflanzen. Dazu wurden von Vertretern der Bayerischen Staatsforsten autochthone Spirken im betriebseigenen Pflanzgarten gezüchten. Die Spirken, die also genetisch genau gleich sind wie die im Schorenmoos bereits vorhandenen, sollen am 4. April 2017 in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion gepflanzt werden. Tatkräftig unterstützt wird die Aktion durch eine Schulklasse des Hildegardis-Gymnasium in Kempten.

 

Wenn Zeit ist, erfolgt hier bei Gelegenheit ein kurzes Update! Herzliche Grüße, Edith Rayner

Willkommen bei der Bürgerinitiative "Schorenmoos-Allianz"

Aktuelle News: 2. Runder Tisch am 25.3.2014 mit konkreten Ergebnissen

Informationen sind in Vorbereitung

"Ausreichend Zeit lassen" - 1. Runder Tisch am 12.3.2013
Beim 1. Runden Tisch im März 2012 ergab sich als wesentliches Ergebnis, dass man sich mit dem Projekt ausreichend Zeit lassen wolle. So gelte es zunächst, noch offene Fragen zu klären. Ergänzende Untersuchungen sollen sicherstellen, dass die beabsichtigte Wiedervernässung keine negativen Auswirkungen auf die Anliegerflächen hat. Aber auch die Frage, ob und in welchem Umfang eine Renaturierung die Wertigkeit des Schorenmooses gegenüber dem jetzigen Zustand erhöht, soll nochmals genauer untersucht werden. (Auszug aus der gemeinsamen Pressemitteilung)

Beim Runden Tisch trafen sich Vertreter der Schorenmoos-Allianz, der Bayerischen Staatsforsten, der Forstbehörde, dem Bund Naturschutz, der Naturschutzbehörde, des Wasserwirtschaftsamts, der Gemeinde Dietmannsried, der Kreisjägerschaft und des Bayerischen Bauernverbands.

Etappensieg am 25.10.2012: DANKE - wir haben es geschafft!!!
Schorenmoos bleibt zunächst unangetastet

Behörden versprechen Zeitaufschub, Runden Tisch und Kompromisslösung

Viele haben es nicht für möglich gehalten, wir von der Schorenmoos-Allianz haben an unseren Erfolg geglaubt! Die öffentliche Bürgerversammlung vom 25. Oktober 2012 hat folgende konkrete Ergebnisse gebracht:

Die in diesem Winter geplanten Maßnahmen werden um ein Jahr verschoben.

Ein Runder Tisch soll den Dialog mit allen Beteiligten fördern.

Ein für alle tragfähiger Kompromiss soll erarbeitet werden.
Etappenziel erreicht, mission fulfilled! Wir bleiben wachsam.

Ein ganz herzliches Danke an alle, die uns in Gedanken, Worten und Taten unterstützt haben!
Pressemeldung vom 25.10.2012 mit unseren Forderungen bitte hier klicken

Schorenmoos: Pläne zur Renaturierung

...und was wir davon halten (Stand: Juli 2012 - unsere Ausgangsposition)
Das Schorenmoos ist ein Hochmoor zwischen Dietmannsried und Bad Grönenbach im nördlichen Oberallgäu. Da die meisten Hochmoore in Deutschland verschwunden sind, ist das 50 Hektar große Waldgebiet eine wertvolle geologische Besonderheit.

Durch massiven Torfabbau bis in die 1960er Jahre hat das Schorenmoos stark gelitten. Vor allem die Bahn heizte mit dem organischen Material ihre Lokomotiven. Später diente es privaten Nutzern als Brennmaterial. Öl und Kohle lösten den Torf ab. Ab diesem Zeitpunkt war das Schorenmoos für seine staatlichen Verwalter wirtschaftlich nicht mehr interessant.

Doch jetzt haben die Bayerischen Staatsforsten und der Bund Naturschutz das Schorenmoos wieder im Visier. Durch eine Wiedervernässung soll der ursprüngliche Zustand des Moores wiederhergestellt werden. Doch was heißt in diesem Zusammenhang "ursprünglich"? Mehr als 60 Jahre lang entwickelte sich die Tier- und Pflanzenwelt im Schorenmoos nahezu ungestört von menschlichen Eingriffen. Das Moos konnte sich aus eigener Kraft von der Torfentnahme erholen und gewinnt langsam seinen ursprünglichen Charakter wieder.
Soll das Schorenmoos in Zukunft so aussehen?
Renaturiertes Werdensteiner Moor im Sommer 2012
Was über Zehntausende von Jahren gewachsen ist, möchte die Bayerische Staatsforsten nun in wenigen Jahren unter dem wohlklingenden Begriff "Renaturierung" beschleunigt vorantreiben: Geplant sind eine Wiedervernässung und eine großflächige Abholzung des Fichtenbestandes. Riesige Holz-Vollernter sollen zum Einsatz kommen.

Nach jetzigem Erkenntnisstand sollen die Großmaschinen bereits im Spätherbst 2012 anrücken. Damit wäre das Schorenmoos auf Jahrzehnte hinweg zerstört!

Wir sind der Überzeugung, dass hier ein schützenswertes Biotop massiv bedroht ist. Wir wissen auch, dass ähnliche Projekte der Staatsforsten richtig in die Hose gegangen sind. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Um die Renaturierungs-Pläne in ihrer jetzigen Form zu stoppen, haben wir uns zur Schorenmoos-Allianz zusammengeschlossen.
Oder lieber so bleiben?
Nicht renaturiertes Schorenmoos im Sommer 2012
Naturschutz noch glaubwürdig?
Der Naturschutz kann auf Dauer nicht mehr glaubwürdig sein, wenn er nicht zur Tugend des Gewährenlassens, dem Vertrauen auf die Selbstheilungskräfte der Natur sowie bei unumgänglichen Eingriffen Sanftmut, Geduld und langfristiges Denken zur obersten Maxime erklärt!

Die Renaturierungsmaßnahmen, wie sie fürs Schorenmoos geplant sind, wurden in ähnlicher Form bereits in Hochmooren in Oberbayern und Oberpfalz durchgeführt. Das Ergebnis ist ernüchternd. Durch den Einsatz der tonnenschweren Großernter wurde der Moorkörper des oberbayerischen Moores nachhaltig zerstört. Im anderen Fall sollte die selten Spirke gerettet werden... sie ist schlichtweg abgesoffen, weil die Wiedervernässung nicht nach (von Menschen gemachtem) Plan verlief!

Übrigens: Jeder Mensch hat das Recht...

... an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken. (Vereinte Nationen, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 21,1)
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